Schau hin - Achtsamer Umgang mit Medien für Eltern und PädagogInnen

Infos

Art:
Vortrag/ Diskossionsrunde
Altersgruppe:
Erwachsene
Begleiter:
Dr. Andreas Weber
Anzahl:
ab 7 Personen
Kosten:

25 € 

Termine:
Samstag 18.05.2019
10:00-12:00 Uhr

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Achtsamer Umgang mit Medien im Digitalen Zeitalter 


Was spricht eigentlich dagegen, Kleinkinder und Kinder an Smartphone und Co. anzuschließen? Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es aus neurologischer, psychologischer und soziologischer Perspektive? Das sind nur einige der, um die es in diesem Vortrag mit dem Soziologen Dr. Andreas Weber gehen wird.

Risiken der Digitalisierung aus entwicklungspsychologischer Perspektive


Der Anblick von Kleinkindern, deren Eltern gebannt auf ihr Smartphone starren, oder von Kleinkindern, die mit einem Smartphone oder Mini-Tablet in der Hand in ihrem Kinderwagen sitzen, gehört inzwischen zum Alltag. Das Bewußtsein der "Risiken und Nebenwirkungen", die mit der Nutzung dieser neuartigen Medientechnologien im frühkindlichen Sozialisationskontext verbunden sind, hält sich gegenwärtig in Grenzen. Inzwischen aber schlagen Experten immer häufiger Alarm. Denn gemäß des Erkenntnisstandes der modernen Entwicklungspsychologie vollziehen sich die grundlegenden kognitiven, soziokommunikativen und emotiven Lernprozesse der frühen Kindheit in konkreten sozialen Beziehungen. Diese können unterschiedliche Bezugspersonen umfassen, zumeist sind es die Eltern, oder anderen, körperlich realen Menschen in Familien, Freundeskreisen, Kindergruppen usw. Psychologen prognostizieren deshalb, dass die Entwicklung von Kindern zu psychisch stabilen und vielseitig kompetenten Persönlichkeiten Schaden nehmen wird, wenn die Eltern-Kind-Beziehung immer stärker durch Maschinen-Beziehungen ersetzt oder von Maschinen beeinflusst wird.

Zielsetzung 

Ziel dieses Vortrages mit Diskussionsrunde ist ein dreifaches:

  • Erstens wird es darum gehen, ein grundlegendes neurologisches, psychologisches und soziologisches Wissen zu vermitteln, wie sich der Bildungsprozess der Innenwelt von Kleinkindern vollzieht und welche Bedeutung hierbei dem Lernen unter den Bedingungen einer körpernahen und vertrauten Sozialität zukommt.
  • Zweitens wird erörtert, weshalb die audiovisuellen Technologien auf Kinder eine regelrecht magisch anmutende Faszination ausüben und es unrealistisch ist, von Kindern zu erwarten, dass sie etwas lernen können, was selbst die meisten Erwachsenen überfordert - nämlich den Umgang mit den audiovisuellen und multifunktionellen Maschinen wie Smartphone, Tablet und Co. selbstständig zu kontrollieren.
  • Drittens wird veranschaulicht, welche Bedingungen Kinder benötigen, um sich zu psychisch stabilen, sozial aufmerksamen und vielseitig kompetenten Persönlichkeiten zu entwickeln. Weshalb einer - im sprichwörtlichen Sinn - bewegten Kindheit hierbei eine Schlüsselrolle zukommt, wird anschaulich dargelegt und in seinen bildungspolitischen Konsequenzen erörtert.

In allen Phasen der Veranstaltung wird es die Möglichkeit geben offene Fragen, eigene Ideen oder Überlegungen zu diskutieren und eigene Erfahrungen zu thematisieren. Nach dem Vortrag wird noch Zeit für weiterführende Gespräche sein.

Zielgruppe: Eltern, Bezugspersonen, TherapeutInnen, PsychologInnen und PädagogInnen

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